DFG geförderte Projekte

Quantifizierung der Lohndiskriminierung im Sinne des AGG - Welche Rolle spielen Geschlecht, Alter und Nationalität?

Inhalt
Das Projekt wird im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Flexibilisierungspotenziale bei heterogenen Arbeitsmärkten“ gefördert und finanziert. Das Schwerpunktprogramm, das durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) koordiniert wird, rekuriert auf die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit von ArbeitsmarktforscherInnen. Potenziale zur Anpassung an die flexibilisierten Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt sollen in diesem Schwerpunktprogramm vorrangig analysiert werden.

Bei den in Anwendung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zu erwartenden Klagen wird eine zentrale Frage und somit Gegenstand zahlreicher gerichtlicher Gutachten sein, wie groß das Ausmaß der Lohndiskriminierung gegenüber den im AGG benannten Personengruppen tatsächlich ist. Wir stellen ein Konzept vor, wie dieses Ausmaß auf Grundlage der in deutschen Betrieben gezahlten Entgelte quantifiziert werden kann. Dabei konzentrieren wir uns auf die Ungleichbehandlung nach dem Geschlecht, dem Alter und der Nationalität.

Auf Grundlage des „Linked Employer-Employee“-Datensatzes des IAB (LIAB) werden wir zum einen die bedingten Lohnunterschiede zwischen den ausgewählten Personengruppen im Arbeitsmarkt insgesamt bestimmen, zum anderen die gruppenspezifischen Lohndifferenziale auch innerhalb der Betriebe quantifizieren. Darüber hinaus sollen die verschiedenen Dimensionen der Lohndiskriminierung auf betrieblicher Ebene zueinander in Beziehung gesetzt werden. Hiermit kann ermittelt werden, ob ein enger Zusammenhang zwischen der Diskriminierung von weiblichen, älteren und ausländischen Beschäftigten besteht oder ob die verschiedenen Dimensionen der Ungleichbehandlungen eher ungleich zwischen den Betrieben verteilt sind. Abschließend möchten wir betriebliche und institutionelle Merkmale identifizieren, die mit den verschiedenen Dimensionen der Diskriminierung in Zusammenhang stehen, um damit das multidimensionale Diskriminierungspotential auf Betriebsebene zu bestimmen.

Förderer/Auftraggeber
DFG

Projektpartner

Prof. Dr. Elke Wolf, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften - FH München.

Ansprechpartner und Hochschule
Prof. Dr. Miriam Beblo, Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Institutionen-ökonomik und Angewandte Mikroökonomik,
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Tel.: +49 (0)30 85789-122
E-Mail: beblo@hwr-berlin.de

Laufzeit
2008-2010

Weitere Informationen zum Projekt
http://www.zew.de/de/publikationen/dfgflex/

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