Tagung zu Bologna an der HAW Hamburg am 8.-9. Dezember 2011

Die Bologna-Reform und ihre bisherige Umsetzung werden in Deutschland vielfach diskutiert und teilweise auch scharf kritisiert. Offensichtliche Fehlentwicklungen bei der Umsetzung hatte die Reform in die Kritik gebracht. Ebenso wie übereilte und zusätzliche Zwänge, denen sich deutsche Hochschulen unterwarfen, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit den ursprünglichen Ideen der Bologna-Reform standen.

Die kritische Reflektion der Bologna-Reform steht deshalb auch im Zentrum der Tagung „Bologna hoch 7 – Weiterentwicklung der Lehre im Hinblick auf Lebenslanges Lernen, Kompetenzorientierung, Internationalisierung“, die die bundesweite Hochschulallianz UAS7 am 8. und 9. Dezember 2011 an der HAW Hamburg ausrichtet. An dem UAS7-Verbund sind insgesamt sieben Hochschulen beteiligt: HWR Berlin, HS Bremen, HAW Hamburg, FH Köln, FH Münster, HS München, HS Osnabrück.

Auf der Tagung sollen die Themen „Lebenslanges Lernen, Kompetenzorientierung und Internationalisierung“ selbstkritisch in den Blick genommen werden. Prof. Dr. Marion Schick, designierter Personalvorstand bei der Telekom und ehemalige Kultusministerin in Baden-Württemberg, ist eine der prominenten Rednerinnen auf dem Podium. Sie wird die provokante Frage stellen, ob Bologna als Thema „überhaupt noch Stoff für eine zeitgemäße Debatte bietet“. Dr. Christian Bode, ehemaliger Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), wird den dramatischen Wandel in der akademischen Bildung im Zeitalter der Globalisierung skizzieren. Prof. Dr. Christa Cremer-Renz von der Leuphana Universität wird das Thema „Lebenslanges Lernen“ als Berufsfeld der Zukunft anhand aktueller Fragestellungen diskutieren.

Am zweiten Tag werden dann alle drei Themen in Zukunftswerkstätten vertiefend behandelt. Für die Panels sind Referentinnen und Referenten eingeladen, die sich durch besonders innovative Konzepte im Lehren und Lernen an Unternehmen wie Hochschulen profiliert haben. Durch diese Best-Practice-Beispiele und Diskussionen sollen die Tagungsteilnehmer/innen Anregungen für die Neu- und Weiterentwicklung der Themenfelder an ihren Hochschulen erhalten sowie Synergieeffekte für die UAS7-Allianz ausloten.

Bei der Planung und Durchführung der Veranstaltung sind Studierende der UAS7-Hochschulen intensiv beteiligt. Die Studierenden werden dabei aktiv in die Panels eingebunden, um dem Anspruch „guter Lehre“ gerecht zu werden.

Medienvertreter/innen werden gebeten, sich zu akkreditieren unter: presse@haw-hamburg.de

Die Tagung wird im Rahmen „Bologna – Zukunft der Lehre“, der VolkswagenStiftung und der Stiftung Mercator gefördert.

UAS7 Geschäftsstelle
Claus Lange
c/o HWR Berlin
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