"Kooperationsplattformen für Universitäten und Fachhochschulen ein Schritt in die richtige Richtung“

Hochschulverbund UAS7 begrüßt Vorschlag des Wissenschaftsrates / Länder nun in der Pflicht

Berlin. UAS7 begrüßt den Vorschlag des Wissenschaftsrates, Kooperationsplattformen für Universitäten und Fachhochschulen einzurichten. Diese Plattformen sollen für Forschungsvorhaben, Studienangebote und Promotionen genutzt werden. „Endlich geht es in der Sache weiter“, sagte UAS7-Sprecher Prof. Dr. Bernd Reissert in Berlin. Auch wenn die sinnvolle Forderung, besonders forschungsstarken Bereichen von Fachhochschulen das Promotionsrecht zu verleihen, nicht erfüllt werde, sei der Vorschlag des Wissenschaftsrates vom vergangenen Montag (5. Juli) ein Schritt in die richtige Richtung. Dies gelte ebenso für die angekündigte Förderung von kooperativen Forschungskollegs von Universitäten und Fachhochschulen durch das BMBF, um FH-Absolventen den Zugang zu Promotionen weiter zu erleichtern. Dadurch würden auch die vielfältigen bislang eher informellen Promotionskooperationen auf eine breitere und solidere Grundlage gestellt.

„Nun sehen wir insbesondere die Länder in der Pflicht“, so Reissert weiter. Sie müssten die erforderlichen Strukturen für die Einrichtung solcher Plattformen schaffen. An die Adresse der Universitäten gerichtet erklärte Reissert, dass aus dem immer noch exklusiven Promotionsrecht eben auch eine Kooperationsverpflichtung erwachse. In der verstärkten Zusammenarbeit sehe er auch für die Universitäten eine Reihe von Vorteilen. Damit könnten sie die Basis ihres wissenschaftlichen Nachwuchses verbreitern und Zugang zu den Forschungskapazitäten der Fachhochschulen gewinnen.

UAS7 wird sich, geleitet vom Vorschlag des Wissenschaftsrates, auch für die Einrichtung länderübergreifender Kooperationsplattformen einsetzen. Mit der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, der Hochschule Bremen, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, der Fachhochschule Köln, der Hochschule München, der Fachhochschule Münster und der Fachhochschule Osnabrück ist die Allianz UAS7 – Seven Universities of Applied Sciences – in sechs Bundesländern vertreten.

Die Allianz bedauert, dass der Wissenschaftsrat seine 2006 gegebene Empfehlung für „neue, innovative Hochschultypen jenseits der bestehenden Einteilung in Universitäten und Fachhochschulen“ in seiner neuen Stellungnahme abgeschwächt hat und die Abweichung von der Typendifferenzierung zwischen Universitäten und Fachhochschulen jetzt nur noch als Ausnahmefall sieht. UAS7 als Verbund großer und leistungsfähiger Fachhochschulen wird sich weiterhin für eine differenzierte Weiterentwicklung des Hochschulsystems einsetzen.

 

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