Auftakt zu einer Informationskampagne „Wege zur FH-Professur!?“

Die FH Münster und UAS7 starten Roadshow als Employer Branding der Fachhochschulen

 

Die wissenschaftspolitische Diskussion widmet sich zu Beginn des Jahres 2017 erfreulicherweise verstärkt der Innovationskraft der Fachhochschulen. Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung lud im Februar mehrere Fachhochschulvertreter, darunter fünf aus den UAS7-Mitgliedshochschulen, zu einer Expertenanhörung ein, wobei die Forderung des Wissenschaftsrates, zusätzliches wissenschaftliches Personal an Fachhochschulen zu bringen, unterstützt wurde. Denn die Gewinnung geeigneter Persönlichkeiten für eine Fachhochschulprofessur, wird zunehmend schwieriger.

Karrierewege an Fachhochschulen sind oft nicht hinreichend bekannt oder werden unterschätzt. Die besonderen Berufungsvoraussetzungen, neben den akademischen Voraussetzungen, eine zusätzliche berufspraktische Qualifikation mitzubringen, führen dazu, dass ausgeschriebene Professuren in vielen Fachgebieten nicht adäquat besetzen werden können. Dabei gäbe es sicherlich genügend Interessierte, die in Industrie und Wirtschaft erfolgreich tätig sind und sich nach einer neuen beruflichen Herausforderung umschauen wollen. Auch ist wissenschaftlicher Nachwuchs durchaus für Alter­nativen zu verstopften universitären Karrierepfaden zu begeistern, wenn er bereit ist, sich auf eine Phase qualifizierter Berufstätigkeit außerhalb der Universität als Voraussetzung für das Professorenamt an Fachhochschulen einzulassen.

Mit einer Roadshow, „Professor werden an einer UAS7-Hochschule“, die Anfang März an der FH Münster gestartet ist, will UAS7 das ändern! Die Veranstaltung, an der 35 Interessierte teilnahmen, ist für die sieben Hochschulen ein weiterer Schritt in „Richtung Employer Branding der Fachhochschulen, das sich als Instrument der Personalgewinnung direkt an die Wirtschaft und Industrie richtet“, so Prof. Dr. Andreas Zaby, Vorstandsvorsitzender von UAS7 und Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

Welche Tätigkeiten übernehmen ein Professor und eine Professorin an einer Fachhochschule? Welche Aufgabenfelder gibt es neben der Lehre? Welche Anreize gibt es, diesen Berufsweg einzuschlagen? Diese und andere Fragen beantworten die UAS7-Hochschulen bei dieser Veranstaltungsreihe, die ca. alle drei Monate an jeweils einer der UAS7-Hochschulen angeboten wird. In Münster informierten dazu auch drei der UAS7-Präsidenten und Präsidentinnen über die vielfältigen Möglichkeiten und formalen Voraussetzungen einer Professur an einer Fachhochschule. Neuberufene stellten sich den zahlreichen Fragen und zeigten die Vorteile und Facetten des Berufs in lebendiger Art und Weise auf.

Die UAS7-Roadshow bietet denen, die noch nie mit diesem Themenfeld in Berührung gekommen sind, die Gelegenheit, erste Informationen zu sammeln und Ansprechpartner kennenzulernen. Und  auch denen, die schon länger mit dem Gedanken gespielt haben, an einer Fachhochschule zu lehren und zu forschen, können die in der Veranstaltungsreihe gewonnenen Informationen einen vertieften Einblick in das Berufsfeld Fachhochschulprofessur geben.

Die nächsten Veranstaltungen finden am 12. Mai 2017 an der Hochschule Bremen und am 29. September 2017 an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin statt (weitere Veranstaltungen und Informationen zur Roadshow finden Sie unter: http://www.uas7.de/UAS7-Roadshow-2017.178.0.html).

 

UAS7 e. V. ist der Zusammenschluss von sieben großen forschungsorientierten deutschen Fachhochschulen mit starker internationaler Ausrichtung. Nach dem Grundsatz „Gemeinsam sind wir stärker“ bilden die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, die Hochschule Bremen, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die Technische Hochschule Köln, die Hochschule München, die Fachhochschule Münster und die Hochschule Osnabrück seit der Gründung eines gemeinsamen Verbindungsbüros in New York im Jahr 2005 eine strategische Allianz und arbeiten in ausgewählten Bereichen zusammen. Durch die Exzellenz der sieben Hochschulen in den verschiedensten Bereichen, entwickeln sich die Hochschulen miteinander und aneinander weiter und sind somit gleichermaßen eine Qualitätsgemeinschaft und ein Benchmarking-Club.

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