Hochschulverbund UAS7 betreibt erfolgreich Joint Degrees

Berlin. Internationale Studiengänge mit einem gemeinsamen Abschluss, können ein erfolgreiches und attraktives Modell sein – sofern die beteiligten Hochschulen die Weichen dafür richtig stellen. Diese Ansicht vertreten die Mitgliedshochschulen des UAS7-Verbundes, die bereits seit vielen Jahren erfolgreich so genannte Joint-Degree-Programme mit europäischen und außereuropäischen Partnerhochschulen anbieten. Mit seiner Stellungnahme möchte UAS7 daher die Empfehlungen in der jüngsten Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) „Joint Degrees im Europäischen Hochschulraum“ ergänzen.

Das CHE kommt in der Studie zu dem Schluss, dass Joint Degrees in zu hohem Maße die Ressourcen der beteiligten Hochschulen belasten. Grund hierfür seien unter anderem die großen Unterschiede zwischen den nationalen Hochschulsystemen. Das CHE empfiehlt daher, mit weniger aufwändigen Formen der Zusammenarbeit zu beginnen und zunächst die Harmonisierung des europäischen Hochschulraumes weiter voranzutreiben.

„Natürlich gibt es objektive Schwierigkeiten bei der Durchführung von Studienangeboten, bei denen Hochschulen aus zwei oder mehr Ländern den Lehrplan entwickeln und die Studierenden in unterschiedlichen Ländern ausbilden“, erklärt Prof. Dr. Franz Herbert Rieger, Sprecher des Hochschulverbundes UAS7. Manchmal machten sich die Beteiligten aber das Leben unnötig schwer und sähen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Der Bologna-Prozess, der oft fälschlicherweise als zu enges Korsett empfunden werde, sei nur ein Rahmen, der immer noch viele Freiräume bei der Studiengangsentwicklung lasse.„Allerdings erfordert das auf allen Seiten eine pragmatische und flexible Herangehensweise“, so Rieger. „Beispielsweise bei der Anzahl der zu absolvierenden Semester.“ Die Joint oder Dual Degrees, an denen sich UAS7-Hochschulen beteiligen, sind oft auf sieben oder sogar acht Semester statt der üblichen sechs ausgelegt. Damit werde nicht zuletzt dem höheren Aufwand eines solchen Studiums und der erforderlichen Praxisphase Rechnung getragen.

Auch sollte natürlich Englisch die Unterrichtssprache bei diesen Studienangeboten sein, da die Möglichkeit internationale Studierende zu rekrutieren sonst sehr eingeschränkt sei.

Es sei zudem unabdingbar, alle Beteiligten in der Hochschule von Anfang an in die Entwicklung des neuen Studienangebotes einzubeziehen. Dabei sollten sie möglichst auf bereits bestehende bilaterale Kontakte zwischen Hochschullehrern und Fachbereichen zurückgreifen. „Eine Kooperation, die ‚von unten‘ mit aufgebaut wird, steht meist auf viel solideren Füßen“, ergänzt Rieger.

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, die Hochschule Bremen, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die Fachhochschule Köln, die Hochschule München, die Fachhochschule Münster und die Fachhochschule Osnabrück haben sich 2005 zur Allianz UAS7 – Seven Universities of Applied Sciences – zusammengeschlossen. Die Mitgliedshochschulen bieten gemeinsame Stipendienprogramme und internationale Austauschprogramme an und kooperieren in Lehre und Forschung.

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